Die Kulturszene bleibt dymnamisch

Die Zahl der Kulturevents im Rahmen des „Rheinischen Kultursommers“ steigt weiter an – Stand Ende Juni nehmen über 60 Veranstalter:innen mit mehr als 700 Veranstaltungen teil. Zahlreiche Höhepunkte sind im Juli geplant.

Trotz der monatelangen Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie zeigt sich die Kulturszene im Rheinland in diesem Sommer weiter in Aufbruchstimmung. Das belegt auch die Entwicklung des Rheinischen Kultursommers, der – wie in jedem Jahr – am 21. Juni gestartet wurde und bis zum 23. September Kunst- und Kulturveranstaltungen in den vier Kulturregionen der Metropolregion Rheinland bündelt: im Raum Aachen, am Niederrhein, im Bergischen Land und in der Rheinschiene.

Aufgrund der Corona-Situation wurde die Bewerbungsfrist in diesem Jahr bis zum 1. Juli 2021 verlängert, so dass die Zahl der beteiligten Veranstalter:innen und Events seit dem Start weiter gestiegen ist. Aktuell umfasst das Programm des Kultursommers bereits über 60 Veranstalter:innen mit mehr als 700 Veranstaltungen. Neu hinzugekommen sind dabei sehr unterschiedliche Formate: von „Klassikern“ wie den Brühler Schlosskonzerten oder dem Sommer auf Schloss Rheydt bis zum Open-Air-Musical auf Burg Wilhelmstein, den Konzerten der Cappella Villa Duria oder dem Sommerkino im Eifelort Blankenheim. Mit dabei sind auch die Kölner Short Story Night und die Wuppertaler Festivals „Somma?!“ und „Viertelklang“. Dies verdeutlicht das breite Spektrum des Kultursommers von Großveranstaltungen bis zu regionalen Kleinoden. Das Programm bietet für jeden etwas – und zeigt zugleich die Vielfalt der beteiligten Kulturregionen.

Zahlreiche kulturelle Highlights im Juli

Betrachtet man die kulturellen Highlights im Juli, so stehen neben regionalen Kulturwochen in Wachtberg und Velbert sowie laufenden Veranstaltungen wie der Kunst auf Burg Blankenberg an der Sieg oder der Kultur am Himmeroder Hof in Rheinbach auch einige „Big Player“ auf dem Programm. Als Beispiel seien hier der BonnLive Kulturgarten und die GoldMucke Sommer Edition in Düsseldorf genannt. Während am Bonner Römerbad im Juli Musiker wie Brings, Max Giesinger, Joris und Johannes Oerding sowie bekannte Comedians auftreten, reicht die Palette bei GoldMucke in Düsseldorf von Alternative Rock über Hip-Hop und Reggae bis hin zu Indie, Pop, Punk und Singer-Songwriting. Im Juli gastieren hier unter anderem die Kapelle Petra und Bernd Begemann.

Ebenfalls in Düsseldorf bietet das asphalt Festival noch bis zum 18. Juli Schauspiel, Musik, Tanz, Literatur und Performancekunst an besonderen Spielorten – indoor wie outdoor. Spezielles versprechen zudem die zweite Ausgabe des Kölner LTK 4 CENTRE COURT FESTIVALS sowie das FANTASTIVAL in Dinslaken. Geht es bei CENTRE COURT in der Kölner Südstadt vom 28. bis zum 31. Juli 2021 um die verschiedensten Formate klangbasierter Kunst, so beeindruckt das ehrenamtlich organisierte  FANTASTIVAL, das vom 15. bis zum 25. Juli im denkmalgeschützten Burgtheater Dinslaken stattfindet, durch große Namen und ein beschauliches Ambiente. Auf der Bühne stehen beispielsweise Thees Uhlmann, Stoppok und Wolfgang Niedecken.

Die Stars von morgen live erleben können Klassikfans an vier Dienstagen im Juli im Rahmen der Klavierabende des Projekts „Building Bridges“ im Bonner Beethovenhaus. Derweil bittet die Deutsche Kammerakademie in Neuss am 3. und 4. Juli zur „Magie des Tanzes“. Literarisch wird es ab 6. Juli in der grenzübergreifenden EURegio, die die aktuelle deutsche, niederländische und flämische Literaturlandschaft betrachtet und über Lesungen, Diskussionen und Begegnungen vielseitige Einblicke ermöglicht.

Derweil möchte das Kulturbüro Wuppertal mit dem Festival „SOMMA‘?!“ die Stadt gemeinsam mit Akteur:innen der freien Szene kulturell wiederbeleben. Dazu werden im gesamten Stadtgebiet Open-Air Bühnen mit einem vielseitigen, diversen und spartenübergreifenden Programm bespielt. Bereits seit 2002 findet das Open-Air-Kino „Talflimmern“ statt, das am 22. Juli ebenfalls in Wuppertal startet und bei allen, die es lieben, im Sommer draußen zu sitzen und gute Filme zu sehen, längst Kultstatus entwickelt hat.

Auch der am 23. Juli beginnende Theatersommer im Kloster Knechtsteden blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit 19 Jahren garantiert er im einzigartigen Ambiente der Theaterscheune im Kulturhof des Klosters Theater- und Comedyspaß. Relativ neu dabei ist währenddessen das Künstlerinnenprojekt Der Analoge Raum aus Solingen, das am 4. und 18. Juli mit Texten, Musik, Bildern und Fotografien zum Thema Verschwinden in die zweite Runde geht. Es öffnet dabei besondere Räume und Gedankenwelten.

In der Kulturregion Aachen bringt das DAS DA Theater den ganzen Juli über das Musical „Hair“ auf die Bühne von Burg Wilhelmsburg in Würselen. Mit dem Kulturstall Open Air der Kabarettistin und Schauspielerin Eva Eiselt in Bad Münstereifel und dem Kinderkulturpicknick in Jülich kommen zwei besondere Kleinode hinzu.

Beitragsbild: Eva Berten/ Asphalt Festival

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