So bunt und abwechslungsreich war der Rheinische Kultursommer 2018

Einen ganzen Sommer lang präsentierte der Rheinische Kultursommer zum fünften Mal Kunst- und Kulturveranstaltungen aller Facetten.

In den vier Kulturregionen Aachen, Niederrhein, Bergisches Land und Rheinschiene fanden vom 21. Juni bis 23. September Veranstaltungen der Sparten Kunst, Musik, Film, Theater, Literatur und Kunterbunt statt, gebündelt und präsentiert vom Rheinischen Kultursommer. Die rund 125 Kunst- und Kulturformate und 1.200 Einzelveranstaltungen boten für Kulturinteressierte jeden Alters ein passendes Programm. Der Rheinische Kultursommer tritt dabei nicht als Veranstalter auf, sondern fasst die einzelnen Formate in seiner Klammer zusammen. Das erklärte Ziel ist die vielen bunten und abwechslungsreichen Programme der Sommermonate im Rheinland einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Die warme Jahreszeit holt die Kultur nach draußen
Diesen Sommer wurden wieder Open-Air Bühnen gerockt, Straßen zu spektakulären Theater- und Tanzbühnen, Burgen wurden zu Kunstgalerien und Parks verwandelten sich in kunterbunte Schaubühnen. Zahlreiche Besucher ließen sich von dem kulturellen Angebot begeistern.

Das Team des Rheinischen Kultursommers 2018 bedankt sich bei allen Beteiligten und Veranstaltern für unvergessliche und grandiose 95 Tage voller Kunst, Kultur und jeder Menge Abwechslung in allen Sparten.

Ein Sommer voller Musik
Drei Monate lang gab es beim Rheinischen Kultursommer gute Musik für jeden Geschmack, egal ob Klassik, Rock oder Jazz. Ob zarte Geigen- und Klavierklänge, groovigen Jazz oder rockige Gitarrensounds. Dieser Sommer ließ die Herzen aller Musikliebhaber höher schlagen. Rockmusik für die ganze Familie bot unteranderem das Open-Air-Festival R(h)einspaziert, in einer beispiellosen Kulisse mitten auf dem Rhein – gute Stimmung war da vorprogrammiert. Wer es im August ruhiger angehen wollte und eher Klassik präferierte, der wurde nicht enttäuscht. Der Rheinische Kultursommer bot ein vielfältiges Angebot an ausgefallenen klassischen Konzerten, wie etwa beim Beethovenfest in Bonn, welches unter dem Motto „ Schicksal“ nicht nur Werke von Beethoven selbst zeigte, sondern die Besucher mitnahm in das musikalische Umfeld Beethovens. Jazz und Weltmusik hingegen konnte man mitunter in Düsseldorf im bekannten Hofgarten genießen, unter freiem Himmel spielten die Musiker hier ein breites Spektrum an kulturellen und internationalen Konzerten aller Genres.

Theater und Comedy hautnah
Ein begeistertes Publikum ließen auch diesmal die Theatervorstellungen zurück – und wieder gab es keine Einschränkungen, ob innerhalb des Theaters, Open-Air oder auf offener Straße, überall war Theater angesagt und das Publikum war hautnah dabei. Es wurde mit den Darstellern gelacht, geweint, mitgefiebert, über die Moral der Geschichte nachgedacht und abschließend stürmisch applaudiert. Viel zu lachen gab es beispielsweise im Freilichttheater im Heimatmuseum Beuel, in geschichtsträchtiger Atmosphäre flößten die Jungschauspieler, mit viel Können und Witz, europäisches Theater neues Leben ein. Dahingegen in der Zeit zurück versetzte das 28. Shakespeare Festival im Globe Neuss seine Besucher. In dem historischen Nachbau von Shakespeares Globetheater war vier Wochen lang  Theater hautnah erlebbar, bei Inszenierungen aus aller Welt, welche die Stücke des elisabethianischen Meisters gekonnt zum Leben erweckten. Nicht zu vergessen sind natürlich die kleinsten Theater- und Kulturfreunde, welche in den warmen Monaten live dabei sein konnten, wenn zum Beispiel Pipi Langstrumpf auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen ihren Geburtstag feierte und für mächtig Unterhaltung sorgte.

Kino mal anders erleben, das war dieses Jahr die Devise
Was gibt es besseres als einen guten Film? – Passend zu diesem Motto präsentierte der Rheinische Kultursommer Filmveranstaltungen an besonderen und außergewöhnlichen Orten. Die FilmSchauPlätze NRW etwa luden in den Sommerferien auf eine cineatische Tour ein. Mit dabei – die mobile Leinwand und ein extra passend zu der Location ausgesuchter Film. Unter freiem Himmel bezauberten Filme wie „Nur wir 3 gemeinsam“ im Wirtschaftspark Erftstadt oder „Der Seidene Faden“ im industriehistorischen Tuchwerk Aachen die Zuschauer. Die Legende des Autokinos erstand dieses Jahr wieder bei der 11. Hückelhovener WEP Autokinonacht auf. In der Kulisse des denkmalgeschützten Förderturms fühlten die Besucher sich, mit Gemütlichkeit und Privatsphäre, in frühere Zeiten versetzt, während auf der Leinwand aktuelle Blockbuster zu sehen waren. Ein interessiertes Publikum fand auch das 16. Afrika Film Festival. Als größtes Festival seiner Art in Deutschland zeigte es, unter dem Schwerpunkt „ Innerafrikanische Migration“, wie mannigfaltig, spannend und informativ Filme aus Afrika sein können.

Eine literarische Entdeckungsreise wartete auf Neugierige im Rheinland
Und dabei gab es Allerhand zu erleben – und natürlich zu lesen. Für jeden literarischen Stil und für jede Vorliebe fand sich eine entsprechende Literaturveranstaltung. Das 10-jährige Jubiläum von Korschenbroich liest etwa wurde unter dem Motto „ Sternstunden“ zelebriert. Mit ausgewählten Texten, Gedichten, Romanen und Lesungen aus verschiedenen Literaturrichtungen boten Autoren, wie unteranderem der Krimiautor Klaus Stickelbroeck, den Besuchern ein imposantes Erlebnis. Im Flair der Bonner Altstadt hingegen konnte man sich bei 36 Veranstaltungen von herausragender Poesie und Lyrik inspirieren lassen. Die 14. Altstadtlesereise bot weiterhin mit einzelnen Veranstaltungen speziell für Eltern und Kinder spannende und erste Einblicke in die Welt der Literatur. Literarisch gemordet wurde beispielsweise bei Nordeifel-Mordeifel Krimitagen, welche in ausgefallenen Räumlichkeiten beste Kriminal-Unterhaltung darbrachte.

Kunst kannte keine Grenzen
Dass Kunst weder geografische noch stilistische Grenzen kennt, bewiesen 2018 wieder einige der Kunstveranstaltungen des Rheinischen Kultursommers. Vielgestaltig und komplex präsentierten sich dabei Werke und nationale, als auch internationale Künstler aus verschiedenen Kunstrichtungen. In der Rhein-Maas-Region zeigte unteranderem Very Contemporary zeitgenössische Kunst in individueller Umgebung. Der Textile Kunstwanderweg III hingegen offenbarte eine Freiluftgalerie auf einer sieben km Wanderstrecke und veranschaulichte dadurch wie gut Kunst und Natur zusammenpassen. Einen Besuch wert waren auch die 30. Kunsttage Rhein-Erft in der Abtei Brauweiler, welche sowohl alten Kunstfreunden als auch Wissbegierigen, welche bislang wenig Berührung mit aktueller Kunst hatten, ein großes Spektrum an verschiedenen bildenden Künsten nahebrachte. Dort stellen in einer riesigen Galerie hochklassige Künstler ihre Werke von Malerei und Bilderhauerei bis hin zur Fotografie aus.

Wer es Kunterbunt mag, der kam voll auf seine Kosten
Der bunte Mix aus verschiedenen Kultursparten zog wieder ein großes Publikum an. Das Programm war dabei so bunt und abwechslungsreich, wie das Rheinland selbst. Kunst und Kultur in allen Facetten konnte man unteranderem im Juli bei den 12. Wachtberger Kulturwochen erleben. Egal ob bildende Kunst, Theater, Musik, Tanz oder Lesungen, für jeden Kulturfan fanden sich ansprechende Veranstaltungen. Ein Sommerfestival der Künste bot beispielsweise das Asphalt Festival. Außerhalb von klassischen Konzert- und Theatersälen konnten die Besucher hier mit nationalen und internationalen Künstlergruppen Spielarten künstlerischer Disziplinen erkunden und tief in die Welt der Kunst, Musik und Literatur abtauchen. 51 Tage Strandurlaub mitten in der Stadt bot hingegen der Haaner Sommer. Bei einer Atmosphäre wie im Urlaub genossen hier Familien das breit gefächerte Angebot für Klein und Groß. Dichterlesungen, Konzerte, oder das bunte Kinderangebot ließen keine Wünsche offen.

Was für ein herrlicher Sommer 2018! Wir freuen uns schon und hoffen, dass wir Sie bald wiedersehen, im Rheinischen Kultursommer 2019.