Synagoge Stommeln | Franz Erhard Walther

Nach der Installation von Walid Raad wird in der Synagoge Stommeln ab dem 13. September 2018 eine Arbeit von Franz Erhard Walther zu sehen sein.

Der 1939 in Fulda geborene Franz Erhard Walther gilt als Pionier einer prozessorientierten, das Publikum aktiv einbeziehenden, partizipatorischen Kunst. In den frühen 60er Jahren revolutionierte er das traditionelle Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter: Der Betrachter soll aus seiner passiven Haltung heraustreten und zu einer intellektuellen, emotionalen und häufig auch körperlichen Auseinandersetzung mit den Werken angeregt werden. Indem der Betrachter das Werk vollendet, übernimmt er die traditionell dem Künstler zugewiesene Rolle. Die Einbeziehung des menschlichen Körpers in die Werke wiederum lässt Handlung zu deren integralem Bestandteil werden und „Zeit“ zu einer Kategorie der bildenden Kunst. Wie kaum ein anderer Künstler hat Walther somit die Definition, was Skulptur sein kann, verändert und Generationen von nachfolgenden Künstlern beeinflusst.

Von 1971 bis 2005 hatte Walther eine Professur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Zu seinen Schülern gehörten u. a. John Bock, Rebecca Horn, Santiago Sierra, Christian Jankowski, Lili Fischer, Martin Kippenberger und Jonathan Meese.

13. September - 18. November 2018

Veranstalter
Stadt Pulheim, Kulturabteilung
Alte Kölner Straße 26
50259 Pulheim

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